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Fantasmagorien
In dieser Familie versammeln sich Ausdrucksformen, die sich je nach Einzelfall als visionär, halluzinatorisch, fantastisch oder surrealistisch qualifizieren lassen. Die Darstellung dabei ist immer sehr komplett.
Spontaneitäten
Diese spontanen, ehrlichen, populären Ausdrucksformen gehorchen nicht den Regeln der « kultivierten » Kunst oder den gewöhnlichen gesellschaftlichen Normen. Sie entstammen der Peripherie der Kunstlegitimationssysteme und haben komplexe Verhältnisse zu diesen. Es lassen sich zwei Arten von Spontaneitäten unterscheiden: naive Kunst, die der verklärten Darstellung äußerlicher Dinge gewidmet ist, sog. rohe Kunst, singulär, nicht normiert, „outsider“, verrückt, übersinnlich usw., die Frucht einer sehr verinnerlichten Bearbeitung oder einer Suche bis in die Tiefen der Seele ist.
Primitivitäten
Die Werke dieser Familie verwenden magisch-religiöse Elemente, Zeichen, Symbole von primitiven, animistischen, afrikanischen, arabischen, indo-amerikanischen Kulturen, usw.. Ihr diffuser Archaismus zeigt deutlich den Willen, zur Quelle zurückzukehren sowie die Faszination der frühen Spiritualitäten.
Figurerzählungen
In dieser Familie erzählen die Künstler von ihren Schmerzen, ihren Freuden, ihrer Besessenheit, ihren Ideen, ihrem Glauben, ihren Faszinationen. Sie praktizieren eine sehr lesbare, bildhafte, illustrative, allegorische bildhafte Darstellung, wobei das Gemälde selbst jedoch über die Erzählung hinausgehen soll.
Innenlandschaften
Im Mittelpunkt zwischen Abstraktion und figürlicher Darstellung stellen diese Landschaften empfindliche Konstruktionen von Formen und Farben dar, ohne klare Figurenelemente, die ein Gefühl des Zusammenhangs, der dichterischen Ordnung erwecken.
Farbe - Raum - Materie
In dieser Familie haben wir die weder figurativen noch narrativen Ausdrucksformen zusammengefaßt, die sich gleichzeitig mit dem Raum, den Farben, der Textur, den plastischen und expressiven Eigenschaften der benutzten Materialien auseinandersetzen.
Expressive figurationen
In dieser Familie ist das Subjekt weniger das dargestellte Objekt als die plastische Behandlung, die dies induziert. Es handelt sich hierbei um eine aktive, eklatante, lyrische, expressionistische, oft gewaltsame Figuration, wobei das Gefühl aus der Diskrepanz des vor Augen geführten Objektes und dem von ihm erzeugten Bild entsteht.
Konzeptualitäten
In diese Familie gehören die Werke, die eher Intellekt als Gefühl in Anspruch nehmen.
Diese Kunst, mit ihrer distanzierten Einstellung, ihrer spektakulären Installation, mit ihren Bezugsbrüchen, ist ein Erzeugnis, dessen Gegenstand weniger das Werk selbst in seiner intrinsischen plastischen Realität ist als die Formulierung einer theoretischen, literarischen, philosophischen oder soziologischen Problematik des Schöpfungsaktes; ein subversives Fragespiel mit dem Umfeld, dem Status des Werkes, der Stellung des Künstlers und seinem Verhältnis zum Publikum usw..
Schrift
Das Charakteristikum dieser Familie ist die Verwendung graphischer Zeichen; diese können gestische Kalligraphien, Piktogramme, Ideogramme, Buchstaben oder Wörter sein.
Geometrische abstraktionen
Mit ihren flachen Farben, ihren vom Lineal und vom Kompaß stammenden Formen, erscheint die geometrische Abstraktion, auch bekannt als « Bauhauskunst », kalt, ordentlich, asketisch und präzise. Diese Abwesenheit sinnlicher Materie, narrativer Lyrik und spontaner Gesten bleibt indessen innerhalb der sensiblen Visualität.
Wir haben die Familien des plastischen Ausdrucks auf zwei verschiedenen Achsen angeordnet, nämlich mental-sensibel und abstrakt-figurativ.
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Fantasmagorien
Spontaneitäten
Primitivitäten
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Innenlandschaften
Farbe - Raum - Materie
Expressive figurationen
Konzeptualitäten
Schrift
Geometrische abstraktionen